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Die verschiedenen Klangtherapie Instrumente

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Oftmals werden für die Klangtherapie Instrumente eingesetzt, die eine lange Tradition aufweisen und aus fremden Kulturkreisen stammen. Sie haben alle eines gemeinsam: Sie können einen Ton in einer ganz bestimmten Frequenz erzeugen oder sind in der Lage, je nach Art und Ort des Anschlagens unterschiedliche Klänge ausgeben zu können. Die bekanntesten dieser Hilfsmittel möchten wir Ihnen an dieser Stelle etwas genauer vorstellen.

 

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Trommeln

Besonders Trommeln werden schon sehr lange und auf vielfältige Weise als Klangtherapie Instrumente eingesetzt.

In diese Rubrik fallen alle Hilfsmittel, mit denen man durch Klopfen einen Rhythmus erzeugen kann. Trommeln gibt es in vielen verschiedenen Formen. Die banalste Form ist es, mit einem Stück Holz auf ein Brett zu klopfen. Bei Kindern sind die Blechtrommeln sehr beliebt. Hochwertige Trommeln besitzen einen Klangkörper, wurden historisch mit gegerbter Tierhaut bespannt und werden mit einem Trommelstock angeschlagen. Trommeln können auch mit der bloßen Hand aktiviert werden und kommen in der Klangtherapie sowohl zu diagnostischen Zwecken als auch zur Behandlung zum Einsatz.

Mit dem aktiv geschlagenen Rhythmus kann man verschiedene Emotionen zum Ausdruck bringen. Damit ist es den Therapeuten möglich, auch gefühlsmäßige Rückmeldungen von Patienten zu bekommen, die auf Grund von Erkrankungen nicht mehr sprechen oder schreiben können, wie das zum Beispiel vielfach bei einem Schlaganfall möglich ist.

Auch bei kleineren Kindern bekommt man auf diese Weise ein gutes Feedback zu ihrem Gemütszustand. Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Sprache durch eine so genannte potstraumatische Belastungsstörung nicht mehr genutzt wird. Vor allem bei missbrauchten Kindern findet sich das sehr häufig. Dann können die Therapeuten über das Trommeln Kontakt zu den Kindern aufnehmen.

Andererseits lassen sich über das Trommeln

verschiedene Körperfunktionen beeinflussen. So benutzten die Schlagmänner der Leistungsruderer lange Zeit ein Tamburin für die Vorgabe der Schlagzahl. Schon die alten indianischen Kulturen nutzten den schnellen Schlag der Trommel, um sich in Kombination mit rhythmisch zuckenden Körperbewegungen in eine Trance zu versetzen. Durch langsame Schläge kann der Zugang zu einem entspannten Zustand erreicht werden, in dem eine Meditation möglich wird. Bei beiden Formen nutzt man aus, dass die Pulsfrequenz unbewusst versucht, sich dem Takt der Trommelschläge anzupassen.

Dass das so funktioniert, liegt übrigens auch in der vorgeburtlichen Erinnerung des Menschen. Jedes ungeborene Kind nimmt den Herzschlag der Mutter wahr. Beschleunigt sich dieser, wird auch das Kind im Mutterleib unruhig. Normalisiert oder verlangsamt er sich im Ruhezustand, wird auch das Kind ruhig. Diese unbewussten Erinnerungen werden im Gedächtnis abgerufen, wenn man dem Schlag der Trommel bewusst lauscht.

 

Didgeridoo

Das Didgeridoo gehört zu den Blasinstrumenten und wirkt von der Optik her wie eine etwas zu groß geratene Blockflöte. Es wird in Längen zwischen einem und zweieinhalb Metern gefertigt. Oder sollte man im historischen Zusammenhang vielleicht doch besser sagen, dass man es fertigen ließ? Als der Mensch noch keine metallenen Werkzeuge kannte, konnte er nämlich nur Eukalyptusstämme benutzen, die bereits von den Termiten ausgehöhlt worden waren. Das trockene und harte innere Holz des Eukalyptus dient den Insekten als Nahrung, während sie die feuchten Außenbereiche der Stämme nicht angreifen.

Historische Funde belegen, dass in einigen Regionen zeitweise die Dideridoos auch aus Bambus hergestellt worden sind. Auch der Pandanus Baum musste öfter dafür herhalten. Sein Vorteil ist, dass er einen weichen Kern besitzt, den man auch mit einfachen Mitteln heraus schälen kann. In Australien zeugen Felsmalereien davon, dass man dieses Instrument bereits vor drei Jahrtausenden dort kannte, doch es gibt Spekulationen, die darauf hindeuten, dass die Aboriginal genannten Ureinwohner das Didgeridoo schon viele Jahrtausende früher verwendet haben.

Mit verschiedenen Blasinstrumenten

lassen sich die Klänge eines Didgeridoos auch nachbilden. Am nächsten kommt dem Didgeridoo das Alphorn, wenn man den oberen Teil entfernt. Das echte Didgeridoo stammt ursprünglich aus Australien, doch was man heute im Laden zu kaufen bekommt, sind Nachbildungen, die teilweise auch aus ausgebohrtem Teakholz bestehen.

Als Mundstück dient ein Wachsring. Bei industriell gefertigten Didgeridoos findet man diesen nicht, weil die Oberkante des Tonkörpers geschliffen, poliert und versiegelt wird. Ursprünglich beließ man das Didgeridoo in seiner natürlichen Optik. Nur wenige Instrumente wurden für den Einsatz in feierlichen Zeremonien besonders bemalt. Diese Art der Bemalung findet sich heute auch bei den Didgeridoos, die man aus der Serienproduktion recht preisgünstig kaufen kann.

Mit verschiedenen Spieltechniken

kann ein erfahrener Spieler dem Didgeridoo sehr viele unterschiedliche Klänge entlocken. Ein Didgeridoo wird mit möglichst vibrierenden Lippen geblasen. Durch Veränderung der Lippen-, Wangen- und Zungestellung, die denen der gesprochenen Sprache ähnlich sind, kann man die Klänge eines Didgeridoos verändern. Geübte Spieler können mit dem Instrument durch die so genannte Zirkularatmung einen Dauerton spielen, der oft durch einen mit den Händen geklopften Rhythmus ergänzt wird. Oft wird für dieses Rhythmusspiel auch ein zusätzlicher Klangstab verwendet.

Der medizinisch positive Aspekt des Didgeridoos besteht nicht nur in der psychologischen Wirkung der damit hervorgebrachten Klänge, sondern auch in Vorteilen, die aus dem Spielen eines solchen Instrumentes entstehen können. Die forschenden Mediziner haben nämlich herausgefunden, dass man dadurch dem lästigen Schnarchen und der gefährlichen Schlafapnoe begegnen kann. Als Ursache wird dabei angegeben, dass das Spielen eines Didgeridoos für eine Stärkung der Muskulatur im Hals- und Mundbereich sorgt und auch die Muskeln stärkt, die bei der gesamten Atmung benötigt werden.

 

Gongs

Bei den Gongs muss man in einzelne Gongs und Gongspiele unterscheiden. Der Gong selbst ist eine Metallscheibe, deren Rand rechtwinklig nach hinten abgebogen ist. Die eigentliche Klangscheibe ist in den meisten Fällen genau auf einen bestimmten Ton gestimmt, der dadurch erzeugt wird, dass man die Scheibe mit einem Klöppel anschlägt. Der obere Teil des Klöppels, der die Gongscheibe zum Schwingen bringt, wird auch Mallet genannt.

Das Mallet kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Historisch wurde Holz und Bronze verwendet. Heute findet man auch Mallets aus Filz und verschiedenen Kunststoffen. Traditionell wird der Gong in Burma, Thailand, Kambodscha und

Indonesien in der volkstümlichen Musik und bei religiösen Veranstaltungen eingesetzt. In den geistlichen Schulen diente und dient er dazu, den Anfang und das Ende der einzelnen Unterrichtsstunden anzuzeigen. Dieser Fakt hat wohl auch dazu beigetragen, dass in vielen Kinos weltweit der Beginn des Filmes mit drei unterschiedlichen Gongtönen angekündigt wird. In den hochherrschaftlichen Häusern weltweit spielt der Gong auch im Alltag eine große Rolle. Er ruft die Teilnehmer eines Essens an den Tisch.

Eine besondere Form des Gongs

hat sich in Indonesien und auf den Philippinen entwickelt. Die Einheimischen nennen es Bonang. Das Bonang besteht aus mehreren einzelnen Gongs mit unterschiedlicher Klangfarbe. Sie werden an Schnüren an einem Gestell aufgehängt und können in verschiedenen Reihenfolgen geschlagen werden. Durch die Überlagerung der einzelnen Klangfarben entstehen völlig neue akustische Eindrücke.

Auch wenn der Schlag eines Gongs im Alltag für Aufmerksamkeit sorgt, bringen die Gongspiele dagegen mehrere Wirkungen auf die Psyche zustande. Diese hängen immer von den Klangfarben der eingesetzten Gongs ab. Das Besondere am Gong ist, dass der Klang immer noch ein wenig nachhallt, weil die Schwingungen des Materials nicht durch starre Befestigungen gestört werden.

Eine weitere Sonderform des Gongs

stellt das Tamtam dar, denn es hat keine vorbestimmte Klangfarbe. Das Tamtam besteht aus einem metallischen Klangkörper, der einen Durchmesser von bis zu 1,5 Metern haben kann. Meistens werden dafür Legierungen verwendet, die zu vier Fünfteln aus Kupfer und einem Fünftel aus Zinn bestehen. Der Klöppel besteht aus Holz und ist am Mallet mit Filz überzogen. Je nachdem, an welcher Stelle der Spieler die Klangscheibe trifft, wird eine unterschiedliche Klangfarbe erzielt. Das Tamtam wird oft auch in der Orchestermusik verwendet und kann dort von mehreren Musikern bespielt werden. So kann man einzelne Klangfarben verstärken oder eine Mischung aus verschiedenen Klängen erzeugen.

In der Psychotherapie wird der Gong verwendet, um den Patienten aufmerksam zu machen. Die nachhallenden Klänge eines Gongs fördern die Konzentration und bieten so oft ein wirksames Hilfsmittel, um den Einstieg in eine Therapiesitzung zum Beispiel im Rahmen einer Verhaltenstherapie finden zu können. Auch als Vorbereitung auf die Einleitung einer Hypnose ist der Gong sehr gut geeignet.

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Glocken

Die Geschichte der Glocken reicht bis ins alte China zurück. Dort wurden die ersten Glocken bereits vor mehr als drei Jahrtausenden gebaut. Damals wurden die Glocken aber noch nicht aufgehängt und durch die Bewegung des Klangkörpers von innen angeschlagen. Sie wurden wie eine riesige Schüssel aufgestellt und von Hand mit einem Klöppel angeschlagen. Dazu nutzte man die Außenseite des Klangkörpers.

Der ursprüngliche Zweck der Glocken war, die Menschen zu bestimmten religiösen Veranstaltungen zu rufen. Diese Tradition ist bis heute so erhalten geblieben. So mahnt die Glocke der Kirche die gläubigen Menschen etwa eine halbe Stunde vor Beginn, sich zur sonntäglichen Messe oder zur abendlichen Andacht zu begeben. Das erste Bauwerk, bei dem die heutige Form der Glockenaufhängung praktiziert wurde, stand in Rom.

Die Bauweise der Glocken

hat sich im Laufe der Zeit sehr verändert. Früher wurden metallische Platten in unterschiedlichen Legierungen zusammen genietet. Seit etwas mehr als tausend Jahren werden die Glocken aus einem Stück gegossen. Man verwendet in den meisten Fällen eine Legierung, die zu vier Fünfteln aus Kupfer und einem Fünftel aus Zinn besteht und die „Glockenspeise“ genannt wird. Auch die Größe der Glocken wuchs im Laufe der Zeit immer mehr an und so kam es dann auch, dass man für sie beginnend im zehnten Jahrhundert an die Kirchen eigene Türme anbaute, die später noch mit den noch heute üblichen Turmuhren versehen wurden.

Aus Mangel an anderem Material wurden während und nach dem II. Weltkrieg Glocken aus Gussstahl hergestellt. Nur so war es möglich, die zerstörten Kirchen so schnell wie möglich wieder mit Glocken bestücken zu können. Um einen möglichst guten Klang erzielen zu können, verwendete man Klöppel, die mit der ursprünglich für Glocken eingesetzten Legierung beschichtet waren. Die größte Glocke dieser Art findet sich in Neustadt an der Weinstraße. Sie bringt immerhin 14.000 Kilogramm auf die Waage und hält damit den Rekord, die größte schwingend zu läutende Glocke in dieser Bauweise zu sein.

Glocken werden teilweise auch aus anderen Materialien hergestellt. Dazu zählen auch die Eisenhartgussglocken, von denen man aber wegen ihrer geringen Haltbarkeit wieder abgekommen ist. Auch die Sonderbronzeglocken weisen einen Nachteil auf. Sie haben wenig Nachhall. Das gilt genauso für die Zinkglocken, die im II. Weltkrieg an einigen Stellen hergestellt worden sind. Auch die Euphonglocken und Weißbronzeglocken zählen zu den Ersatzglocken, deren Produktion inzwischen wieder eingestellt worden ist.

Für den Klang einer Glocke

ist nicht nur der Klangkörper verantwortlich. Der Klöppel muss genau darauf abgestimmt sein. Er besteht aus einem deutlich weicheren Material als der Klangkörper. Das hat einen entscheidenden Einfluss auf die Klangqualität einer Glocke, deren künftige Tonhöhe bereits beim Vorbereiten der Form für den Guss berücksichtigt werden muss. Sie kann durch Nachschleifen nur noch minimal verändert werden.

Den Glocken kommen traditionell unterschiedliche Funktionen zu. Die Feuerglocke warnt vor Gefahren. Die Marktglocke läutet den Beginn des Marktes ein und verkündet dessen Ende. Die Predigtglocke ruft die Gläubigen in die Kirche. Die Schiedglocke verkündet den Tod eines Mitglieds der jeweiligen Kirchgemeinde.

Glocken finden im Alltag aber auch an anderen Stellen Anwendung. Auf den Schiffen der christlichen Seefahrt beispielsweise wird damit die Zeit verkündet. Auch ist diese Glocke so aufgehängt, dass sie durch stärkeren Wind angeschlagen wird und so die Seeleute zu Aufmerksamkeit auffordert. Bevor auf den Schiffen das Nebelhorn eingesetzt wurde, benutzte man die Glocke, um sich im dichten Nebel zu erkennen zu geben.

In der Klangtherapie

wird die Glocke in unterschiedlichen Klangfarben eingesetzt. Tiefere und lange nachhallende Klänge werden zur Meditation verwendet. Im Prinzip ist das vielbelächelte „Ommm“ in der meditativen Therapie nichts anderes als die Nachbildung eines Glockenschlages. Auch hat wohl jeder Mensch bei sich schon festgestellt, dass er in eine ganz eigenartige Stimmung kommt, wenn er das Geläut der großen und recht dunkel klingenden Glockenspiele hört. Besonders in der Vorweihnachtszeit ist das oft der Fall. Es stellt sich dann eine Art besinnliche Erwartung ein, die die Konzentration auf folgende Ereignisse fördert. Das nutzt man in der Klangtherapie oft aus, um die Patienten auf die Einleitung einer Hypnose vorzubereiten, denn sie können sich dadurch deutlich besser auf die Stimme des Therapeuten konzentrieren. Glocken mit helleren Klängen werden in der Klangtherapie genutzt, um die Aufmerksamkeit der Patienten zu wecken.

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Klangschalen

Die Geschichte der Klangschalen muss man eigentlich im Zusammenhang mit der Entwicklung der Küchenwerkzeuge betrachten. In Fernost benutzte man einst Bronzeschalen zur Zubereitung von Speisen. Dabei stieß man auch darauf, dass man den Bronzeschüsseln durch die Berührung mit unterschiedlichen Materialien Klänge in verschiedener Tonlage entlocken konnte.

Die eigens für die Therapien gefertigten Klangschalen besitzen einen Durchmesser, der von zehn bis fünfzig Zentimeter reicht. Ihre Wölbung ist unterschiedlich ausgeprägt. Das gilt auch für den Boden, der entweder eine größere glatte Fläche oder die fast perfekte Rundung eines asiatischen Wok aufweisen kann, der übrigens zu den modernen Nachfolgern der einstigen Bronzeschüsseln zählt. Auf Grund seines Materials kann er allerdings nicht mehr als Klangschale verwendet werden.

Das Material der Klangschalen

ist zwischen einem halben und fünf Millimetern stark und besteht aus verschiedenen Metallen, wobei Kupfer und Zinn den Schwerpunkt bilden. Hinzu kommen können sowohl Edelmetalle als auch Selen, Eisen, Zink, Tellur oder Blei. Die traditionellen Klangschalen werden nach dem Guss in die perfekte Form getrieben. Sie werden anschließend geschliffen und poliert.

Die moderne Serienproduktion setzt komplett auf den Guss, weil man heute in der Lage ist, wesentlich präzisere Gussformen herstellen zu können. Sie bestehen in der Regel aus preisgünstigeren Messinglegierungen. Wer sich eine ganz besondere Klangschale gönnen möchte, der bekommt inzwischen auch aus Quarz geformte Klangschalen, die jedoch nicht gegossen, sondern in einer Zentrifuge in Form gebracht werden.

Die Klangschale wird mit einem Klöppel zum Schwingen gebracht. In der Regel werden hölzerne Klöppel verwendet, deren oberer Teil oftmals mit Filz überzogen ist. Damit kann man entweder einen Dauerton erzeugen oder einen nachhallenden Klang hervorbringen. Zur Erzeugung des Dauertons wird der Klöppel unter leichtem Druck an der Außenseite der Klangschale entlang geführt. Durch die dabei entstehende Reibung wird die Klangschale zum Schwingen gebracht. Ein nachhallender Klang wird durch ein kurzes Anschlagen erzeugt.

Die Klangfarbe einer Klangschale

wird einerseits durch die Form, Größe und Stärke der Klangschale selbst bestimmt. Auch die Art des Klöppels hat einen deutlichen Einfluss auf die hervorgebrachte Tonfrequenz. Ein gepolsterter Klöppel bringt einen dunkleren Ton hervor als einer, der keinen Filzbezug besitzt. Den Klang einer Schale kann man auch durch die Befüllung mit Wasser und die Veränderung der angeschlagenen Stelle verändern.

Die Klangschalen werden den verschiedenen Elementen des Sonnensystems zugeordnet. Dadurch können Kombinationen erzielt werden, die denen der Häuser eines Horoskops sehr ähnlich sind. Jedes Haus im Horoskop steht für einen bestimmten Lebensbereich und kann durch die Klangschalen zielgerichtet verstärkend oder reduzierend angesprochen werden.

Die klassischen tibetischen Klangschalen werden zum Ansprechen der verschiedenen Chakren oftmals als Klangtherapie Instrumente verwendet. Hier liegt die Theorie zugrunde, dass bei Krankheiten, Ängsten und negativen Gefühlen Störungen der Energieflüsse zwischen den einzelnen Chakren vorliegen. Den Chakren werden bestimmte Körperregionen zugeordnet. Um dort energetische Verbindungen zu schaffen, werden die Klangschalen auf die betreffenden Körperpartien aufgesetzt und vom Therapeuten aktiviert. Die sich von da ausbreitenden Schallwellen werden vom Patienten in Form einer leichten Durchwärmung der Region wahrgenommen.

Auch ohne unmittelbaren Körperkontakt

werden die Klangschalen in der Psychotherapie erfolgreich eingesetzt. So kann der Patient selbst die Klangschalen aktivieren. Aus den Klangfarben, die der Patient signifikant gehäuft vorbringt, kann der Therapeut Rückschlüsse auf den emotionalen Zustand eines Patienten ziehen. Umgekehrt kann der Therapeut durch das zielgerichtete Aktivieren einzelner Klangfarben Stimmungen beim Patienten verstärken oder minimieren.

Es ist schade, dass die Klangschalen in der westlichen Welt noch immer „nur“ in den Bereich der Esoterik eingeordnet werden. Man gibt ihnen den Touch des Mystischen, nur weil die wissenschaftlich in Versuchen jederzeit wiederholbaren Beweise des Funktionierens noch nicht erbracht werden können. Andererseits zeugen zahlreiche prüfbare Erlebnisberichte davon, dass die Klangschalen schon vielen Patienten mit Depressionen und anderen psychischen Verstimmungen und auch Schmerz- und Tinnituspatienten helfen konnten. Diese fehlenden schulmedizinischen Beweise sorgen leider dafür, dass Therapien mit Klangschalen von den Krankenkassen nicht bezahlt werden.

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Stimmgabeln und Zimbeln

Mit der Zimbel, die in der tibetischen Tradition auch als Tingsha bezeichnet wird, fühlt man sich ein wenig an die spanischen Kastagnetten erinnert. Allerdings sind bei der Zimbel die Klangkörper winzige Klangschalen. Sie sind durch ein Band verbunden und werden mit einer Hand geschlagen, indem man sie entweder im rechten Winkel oder flach aufeinander klopft. Sie bringen einen sehr hellen Klang hervor. Der Klang ist sehr durchdringend. Er eignet sich in der Therapie, um die zu Behandelnden zur Aufmerksamkeit zu bringen.

Auch kann der helle Klang bei Komapatienten verwendet werden, die man beispielsweise aus einem Narkoseschlaf nicht mehr zurückholen kann. Im Gehirn wird durch den schrillen Klang ein Fluchtreflex ausgelöst. Dieser kann dazu führen, dass ein Komapatient die Augen aufschlägt und versucht, das oft als störend empfundene Geräusch abzustellen.

Mit der Stimmgabel können unterschiedliche Klänge erzeugt werden. Sie hallen stark nach. Die Stimmgabel eignet sich vor allem für die einfache und schnelle Diagnostik der Ohren, wenn keine moderne elektronische Technik zur Verfügung steht. Durch das Anschlagen an einer bestimmten Stelle werden von der Stimmgabel vordefinierte Töne erzeugt. Damit kann man prüfen, ob der Patient einen bestimmten Frequenzbereich hören kann oder nicht. Auch zur Behandlung von Tinnitus können Stimmgabeln sehr gut verwendet werden. Ähnlich wie bei den Klangschalen nutzt man benachbarte Frequenzen, um dem störenden Pfeifgeräusch zu Leibe zu rücken.

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Synthesizer

KlangtherapieMeist werden analoge, also natürliche Klangtherapie Instrumente zur Erzeugung von Klängen benutzt, aber in der letzten Zeit zunehmend auch Synthesizer eingesetzt. Beim Synthesizer werden die Klänge elektronisch erzeugt, indem man zielgerichtet verschiedene Frequenzen miteinander mischt. In der Regel wird dafür ein ausgefeiltes Keyboard oder aber ein Computer mit einem ausgeklügelten Soundsystem verwendet.

Der Synthesizer ist in der Lage, sowohl verschiedene klassische Instrumente nachahmen als auch verschiedene natürliche Klänge digital nachbilden zu können. Das verschafft dem Therapeuten den Vorteil, dass er auch Klänge verschiedenen Ursprungs miteinander mischen kann. Der Synthesizer kann sowohl in der reinen Klangtherapie als auch in der Musiktherapie und Kombinationen aus beiden Techniken eingesetzt werden, den mit dem Synthesizer lassen sich auch Klänge nachbilden, die natürlichen Ursprungs sind und die man sonst nur mit dem Mikrofon einfangen, speichern und abspielen könnte. Damit ist der Synthesizer eines der fexibelsten Klangtherapie Instrumente, das zum Einsatz kommen kann.

 

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Eine kleine Geschichte der Klangtherapie

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